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SGTM.space-Add-ons: wann du sie einschalten solltest

Dein Server-Container holt die GA4-Hits bereits auf deine eigene Domain. Die Add-ons von SGTM.space gehen weiter: Sie laden GTM selbst von deiner Domain, halten Cookies länger am Leben, halten Bots aus deinen Daten heraus und ergänzen jede Anfrage um Kontext zum Besucher. Jedes davon ist ein Schalter im Container, und diese Lektion erklärt, welche du brauchst und in welcher Reihenfolge.

Fortgeschritten 9 Min. Lesezeit

Das lernst du

  • Better Loader mit seinem DNS-Eintrag einrichten und dein GTM-Snippet ersetzen.
  • Entscheiden, welche von Cookie Extender, Bot-Filterung, Request Enricher und Request Proxy zu deinem Setup passen.
  • Wissen, welche Add-ons Better Loader voraussetzen.

Bevor du startest

  • Ein Container auf SGTM.space, an den GA4 sendet (Lektion 3).
  • Zugriff auf dein DNS und auf den Code oder das CMS, in dem das GTM-Snippet eingebaut ist.

01 Wo du die Add-ons findest

Öffne einen Container in SGTM.space und geh zu Add-ons. Jedes Add-on hat einen Button Aktivieren und, sobald es an ist, einen eigenen Tab mit Einstellungen. Änderungen sind binnen Augenblicken an der Edge aktiv.

  • Better Loader und Preview Mode gibt es in jedem Tarif, auch im kostenlosen.
  • Cookie Extender, Bot-Filterung, Request Proxy und Request Enricher sind in jedem bezahlten Tarif enthalten.
  • Cookie Extender und Request Proxy setzen Better Loader voraus. Schaltest du Better Loader ab, gehen sie ebenfalls aus.

02 Better Loader: GTM von deiner eigenen Domain laden

Normalerweise lädt der Browser gtm.js von googletagmanager.com, und das kennen Werbeblocker gut. Better Loader liefert die Datei von deiner eigenen Lade-Domain aus, etwa load.sgtm.example.com, unter einem zufälligen Skriptnamen und ohne GTM-ID in der URL. Blocker, die auf Googles Domain reagieren, finden nichts, woran sie anschlagen können, und so laden deine Tags bei mehr Besuchen überhaupt erst.

Wann du es aktivierst: fast immer. Es ist die Basis für die anderen Add-ons und holt die Daten zurück, die verloren gehen, bevor überhaupt ein Tag läuft.

  1. 1 Öffne Better Loader und gib deine Web-GTM-Container-ID ein (die GTM-XXXXXXX des Containers auf deiner Website, nicht die des Server-Containers).
  2. 2 Geh zum Tab DNS. Dort steht jetzt ein zweiter CNAME für die Lade-Domain. Lege ihn dort an, wo dein DNS verwaltet wird, und klicke auf DNS prüfen.
  3. 3 Warte, bis der Loader live ist. Sobald die DNS-Prüfung besteht, wird das HTTPS-Zertifikat automatisch ausgestellt, was meist ein paar Minuten dauert.
  4. 4 Kopiere das Installations-Snippet und ersetze damit dein bisheriges GTM-Snippet im <head>. Kopiere den Noscript-Fallback und setze ihn direkt nach dem öffnenden <body>-Tag anstelle des alten Noscript-Blocks ein.
  5. 5 Lade deine Website neu und prüfe in den DevTools, dass das Skript von deiner Lade-Domain kommt.
text
Type:   CNAME
Name:   load.sgtm
Value:  eu.sgtm.space
Proxy:  DNS only

Optional kannst du einen Tag-Bereitstellungspfad festlegen. GTM lädt seine Google-Tag-Skripte (gtag.js für GA4 und Google Ads) dann unter einer codierten Adresse von deiner Tagging-Domain. Öffne im Server-Container den Client Google Tag Manager: Web Container, füge deine Web-Container-ID und die dort genutzten Google-Tag-IDs zu den erlaubten IDs hinzu und kopiere den Pfad neben deiner GTM-Container-ID in Better Loader. Das Snippet auf deiner Website ändert sich nicht.

04 Bot-Filterung und Request Enricher

Bot-Filterung erkennt eindeutig automatisierten Traffic an der Edge, zum Beispiel Anfragen ohne User-Agent, mit dem User-Agent eines Crawlers oder einer HTTP-Bibliothek oder ohne die Header, die jeder Browser sendet. Das ist Datenhygiene für Analytics, keine Sicherheitsmaßnahme. Wähle einen Modus:

  • Blockieren: Tracking-Hits wahrscheinlicher Bots erreichen deinen Server-Container nie und werden nicht abgerechnet. Traffic aus Cloud- und Hosting-Netzen wird nur markiert, nie blockiert, denn dort enden auch VPNs und Firmen-Proxys.
  • Nur markieren: Jede Anfrage erreicht den Container mit X-SGTM-Bot-Headern, und du entscheidest im GTM, was passiert, zum Beispiel mit einem Ausnahme-Trigger an Conversion-Tags für Werbung. Markierte Anfragen werden abgerechnet.

Wann du es aktivierst: wenn Bots deine Berichte oder deine Request-Zahl aufblähen. Sendet dein Backend oder deine App Events (zum Beispiel per Measurement Protocol an /mp/collect), trag deren Pfad unter Ausnahmen ein, denn HTTP-Bibliotheken sehen wie Bots aus.

Request Enricher ergänzt jede Anfrage an deinen Server-Container um Kontext zum Besucher: Land, Zeitzone, Netzwerk, Gerät, Browser und ein Bot-Kennzeichen, als Request-Header. Lies sie im Server-GTM mit einer Request Header-Variable aus, zum Beispiel X-SGTM-Geo-Country, und sende sie an GA4 oder ein anderes Ziel. Der genaue Standort samt IP-Adresse bleibt aus, bis du ihn aktivierst. Better Loader ist dafür nicht nötig.

Wann du es aktivierst: wenn ein Server-Tag Daten braucht, die der Hit aus dem Browser nicht mitbringt, etwa Gerätetyp oder Land für ein CRM oder eine Werbeplattform.

Häufige Fragen

Brauche ich Better Loader, wenn meine Hits schon an meine Subdomain gehen?

Meist ja. Die Server-Container-URL verlagert nur die Hits. Better Loader verlagert das GTM-Skript selbst, und genau das stoppen viele Blocker zuerst. Ohne ihn heißt ein blockiertes gtm.js, dass überhaupt keine Tags laufen.

Kann ich ein Add-on wieder abschalten?

Ja. Jedes Add-on hat in seinem Tab einen Bereich zum Deaktivieren, und unter Add-ons kannst du es jederzeit wieder einschalten. Wenn du Better Loader abschaltest, gehen auch Cookie Extender und Request Proxy aus, setze also vorher dein ursprüngliches GTM-Snippet wieder ein.

Wie prüfe ich, ob die Add-ons auf meiner Live-Website funktionieren?

Öffne eine Seite deiner Website mit den DevTools im Tab Network. gtm.js sollte von deiner Lade-Domain kommen (zum Beispiel load.sgtm.example.com), und die collect-Anfragen sollten an deine Tagging-Subdomain gehen. Die übrigen Prüfungen behandelt Lektion 5.

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