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Server-GTM-Container anlegen und auf SGTM.space bereitstellen

Ein Server-Container ist ein zweiter GTM-Container, der auf einem Server statt im Browser läuft. Deine Website schickt ihre Daten zuerst an diesen Server, und der leitet sie an GA4, Google Ads, Meta und alle weiteren Dienste weiter. In dieser Lektion legst du den Container im GTM an und lässt ihn von SGTM.space auf einer Subdomain deiner Website hosten. Ein Google-Cloud-Projekt musst du dafür nicht verwalten.

Einsteiger 10 Min. Lesezeit Version 1.5, aktualisiert am 9. Oktober 2026

Das lernst du

  • Einen Server-Container im Google Tag Manager anlegen und seine Container Config finden.
  • Den Container auf SGTM.space in der Region bereitstellen, die deinen Besuchern am nächsten ist.
  • Eine Subdomain wie k7q2x.example.com mit einem einzigen CNAME-Eintrag darauf zeigen lassen.
  • Prüfen, ob der Tagging-Server antwortet, bevor du GA4 damit verbindest.

Bevor du startest

  • Ein Google-Tag-Manager-Konto mit Publish-Berechtigung (Lektion 1 behandelt den Web-Container).
  • Zugriff auf die DNS-Einstellungen deiner Domain (bei deinem Registrar, Hoster oder Cloudflare).

01 Zuerst die Subdomain festlegen

Der Tagging-Server sollte auf einer Subdomain der Website laufen, die du misst, zum Beispiel k7q2x.example.com für www.example.com. Anfragen an deine eigene Subdomain sind First-Party. Der Server kann deshalb HTTP-Cookies setzen, die die meisten Browser länger behalten als per JavaScript gesetzte Cookies, und weniger Blocker schlagen an. Safari und Browser auf iOS begrenzen diese Cookies trotzdem auf 7 Tage, wenn die Subdomain ein CNAME auf einen anderen Host ist, und genau so funktioniert SGTM.space.

  • Nimm ein paar zufällige Zeichen, zum Beispiel k7q2x. Filterlisten haben Regeln für die Subdomains gtm, sgtm, ssgtm, ss, sst, tagging, analytics und track auf jeder Website. Für Namen wie tag, metrics, stats, data, tracking, collect oder measure gibt es keine solche allgemeine Regel, aber die Listen nehmen sie Website für Website auf.
  • Nutze dieselbe registrierbare Domain wie die Website. k7q2x.example.com funktioniert auch für shop.example.com.
  • Verwende keine Subdomain, die schon auf ein anderes Ziel zeigt.

02 Server-Container im GTM anlegen

Server-Container legst du meist im selben GTM-Konto an wie deinen Web-Container, aber als eigenen Container mit der Zielplattform Server.

  1. 1 Öffne tagmanager.google.com. Klicke auf der Seite Accounts auf das Menü ⋮ neben deinem Kontonamen und wähle Create container.
  2. 2 Benenne ihn nach der Website (zum Beispiel example.com - server) und wähle Server als Zielplattform.
  3. 3 Wähle im Einrichtungsdialog Manually provision tagging server.
  4. 4
    Kopiere den Container Config-String. Das ist ein langer Base64-Wert, der mit aWQ9R1RN beginnt.
    aWQ9R1RNLVhYWFhYWFgmZW52PTEmYXV0aD1hYmNkZWZnaGlqa2xtbm9w

03 Container auf SGTM.space bereitstellen

Registriere dich bei SGTM.space und bestätige deine E-Mail mit dem 6-stelligen Code. Öffne dann Container und klicke auf Neuer Container. Das Anlegen hat drei Schritte.

Schritt 1, deine Website. Gib die Adresse der Website ein, die du misst, und klicke auf Meine Website lesen. In wenigen Sekunden liest SGTM.space die Seite und schlägt die Einstellungen für deinen Container vor. Lässt sich die Website nicht lesen oder willst du alles selbst eintragen, klicke auf Überspringen und selbst ausfüllen.

Schritt 2, dein Container. Das Formular zeigt, was der Scan gefunden hat, und du kannst jedes Feld ändern:

  1. 1 Subdomain: Vorgeschlagen werden ein paar zufällige Zeichen auf der Domain deiner Website, zum Beispiel k7q2x.example.com. Behalte sie oder gib die gewählte Subdomain ein.
  2. 2 Region: Europa ist vorausgewählt. Wähle die Region, die den meisten deiner Besucher am nächsten ist (Europa, US East oder Asien).
  3. 3 Web-GTM-Container-ID (optional): Die auf deiner Website gefundene GTM-XXXXXXX ist eingetragen. Laufen dort mehrere, wähle den Container, der Daten an diesen Server senden soll. Mit einer ID ist Better Loader für GTM-XXXXXXX einschalten standardmäßig angehakt. Google Tag Manager lädt von deiner eigenen Subdomain, sobald der DNS-Eintrag des Loaders verifiziert ist und deine Website das Better-Loader-Snippet statt des GTM-Snippets nutzt.
  4. 4 Name (optional): Vorgeschlagen wird die Adresse deiner Website. Nur dein Team sieht ihn.

Schritt 3, serverseitiges GTM (optional). Entscheide, ob du den Server-Container jetzt oder später verbindest, und klicke dann auf Container erstellen.

Hast du die Container Config schon?

Wähle Ich habe meine Container Config und füge den String aus dem GTM ein.

04 CNAME-Eintrag anlegen

Öffne den Tab DNS des neuen Containers. Dort steht genau der Eintrag, den du anlegen musst. Für die Hauptdomain ist das ein einzelner CNAME, der deine Subdomain auf den Endpunkt der gewählten Region zeigen lässt.

Type
CNAME
Name
k7q2x
Value
eu.sgtm.space
Proxy
DNS only

Wo wird das DNS deiner Domain verwaltet?

  1. 1 Öffne im Cloudflare-Dashboard deine Domain, dann DNS und Records, und klicke auf Add record.
  2. 2 Wähle CNAME als Type und übernimm Name und Target exakt aus dem DNS-Tab.
  3. 3 Schalte Proxy status aus, sodass dort DNS only steht (graue Wolke), und klicke auf Save.
  4. 4 Geh zurück zu SGTM.space und klicke neben dem Eintrag auf DNS prüfen.

Die meisten Einträge greifen nach wenigen Minuten, bei manchen Anbietern dauert es bis zu einer Stunde. Sobald der Eintrag gesetzt ist, stellt SGTM.space das HTTPS-Zertifikat für die Subdomain automatisch aus, meist innerhalb weniger Minuten. Außerdem prüft SGTM.space den Eintrag alle paar Minuten erneut, du musst also nicht ständig auf DNS prüfen klicken.

05 Prüfen, ob der Server antwortet

Sobald der Container-Status Bereit ist, antwortet der Tagging-Server auf deiner Subdomain. Am schnellsten prüfst du das über den Health-Endpunkt, der 200 mit dem Body ok liefern sollte.

Shell
curl -i https://k7q2x.example.com/healthy

Öffne danach den Server-Container im GTM, geh zu Admin und Container Settings, trage https://k7q2x.example.com als Server container URL ein und klicke auf Save. Klicke jetzt auf Preview: Ein Tag-Assistant-Tab öffnet sich auf deiner Subdomain. Er bleibt leer, bis Daten ankommen, und genau das richtest du in der nächsten Lektion ein.

  • Der Container-Status in SGTM.space ist Bereit.
  • Der DNS-Eintrag zeigt Bereit.
  • https://k7q2x.example.com/healthy liefert 200.
  • GTM Preview für den Server-Container öffnet sich ohne Fehler.
  • Die Server container URL in den Container Settings des Server-Containers ist https://k7q2x.example.com.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Google-Cloud-Konto?

Nein. SGTM.space betreibt den Tagging-Server und den Preview-Server für dich. Du brauchst nur die Container Config aus dem GTM und Zugriff auf dein DNS.

Kann ich anfangen, bevor ich die Container Config habe?

Ja. Lege den Container an und wähle Ich verbinde ihn später. DNS-Einträge, Better Loader und das Website-Audit stehen sofort bereit: Du legst die Einträge an, startest das Audit und fügst, sobald der Eintrag des Loaders verifiziert ist, das Better-Loader-Snippet auf deiner Website ein. Bis der Server läuft, sendet deine Seite ihre Daten weiter direkt an Google. Füge die Container Config in der Übersicht des Containers ein, sobald du so weit bist, und dann startet der Tagging-Server.

Kann ich die Region später ändern?

Ja, aber eine Subdomain kann immer nur zu einem Container gehören, auch zu einem inaktiven. Am einfachsten legst du einen neuen Container auf einer neuen Subdomain in der anderen Region an, lässt server_container_url darauf zeigen und löschst den alten Container, sobald der Traffic umgezogen ist. Um dieselbe Subdomain zu behalten, muss der alte Container zuerst gelöscht werden. Ein kostenloser Container lässt sich sofort löschen, ein Container mit bezahltem Tarif erst nach der Kündigung des Tarifs zum Ende des Abrechnungszeitraums.

Warum schlägt „DNS prüfen“ trotz angelegtem Eintrag noch fehl?

Meist hat sich der Eintrag noch nicht verbreitet, der Name enthält die Domain doppelt (manche Panels hängen sie automatisch an) oder der Cloudflare-Proxy ist aktiv. Die Lektion zur Fehlersuche listet die häufigsten Ursachen auf.

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