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GA4 im Server-Container konfigurieren

Nach Lektion 3 empfängt dein Server-Container GA4-Hits auf https://sgtm.example.com/g/collect, leitet sie aber noch nirgendwohin weiter. In dieser Lektion fügst du das serverseitige GA4-Tag hinzu, das die Daten an Google Analytics weitergibt, schaust dir die Datenschutzoptionen an, die dir der Server bietet, und prüfst, ob die Events in GA4 ankommen.

Fortgeschritten 10 Min. Lesezeit

Das lernst du

  • Verstehen, wie der GA4-Client eingehende Anfragen in Event-Daten umwandelt.
  • Ein Google Analytics: GA4-Tag anlegen, das bei jedem vom GA4-Client übernommenen Event feuert.
  • Wissen, welche Optionen bei der Datenminimierung helfen und wann sich serververwaltete Cookies lohnen.
  • Den kompletten Weg vom Browser bis GA4 in der Server-Preview und in GA4 Realtime prüfen.

Bevor du startest

  • Ein Server-Container auf SGTM.space, der auf deiner Subdomain antwortet (Lektion 2).
  • Ein Web-Container, der GA4-Hits an diese Subdomain sendet (Lektion 3).

01 Clients empfangen, Tags senden

Ein Server-Container hat zwei Arten von Bausteinen. Clients lesen eingehende Anfragen und wandeln sie in Event-Daten um. Tags nehmen diese Event-Daten und senden sie an einen Anbieter. Jede Anfrage wird von höchstens einem Client übernommen.

Ein neuer Server-Container hat unter Clients bereits einen Client namens GA4. Er übernimmt Anfragen an /g/collect wie die unten und erzeugt pro Hit ein Event mit Event-Name, Parametern, Client-ID und Seitendetails.

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https://sgtm.example.com/g/collect?v=2&tid=G-XXXXXXXXXX&en=page_view&...

02 GA4-Tag anlegen

  1. 1 Öffne deinen Server-Container, geh zu Tags und klicke auf New.
  2. 2 Wähle Google Analytics: GA4 als Tag-Typ.
  3. 3 Lass Measurement ID leer, um die ID zu nutzen, die mit jedem Event ankommt, oder gib G-XXXXXXXXXX ein, um alles an eine Property zu senden.
  4. 4 Lege unter Triggering einen neuen Trigger vom Typ Custom an, der bei Some Events feuert, mit der Bedingung Client Name equals GA4.
  5. 5 Benenne das Tag, zum Beispiel GA4 - all events, und speichere.

Dieses eine Tag leitet jedes GA4-Event weiter: Seitenaufrufe, sign_up, purchase und alles, was du später im Web-Container ergänzt. Du brauchst nicht pro Event ein eigenes Server-Tag.

03 Optional: steuern, was bei Google ankommt

Weil jeder Hit zuerst deinen Server passiert, kannst du ihn ändern, bevor Google ihn sieht. Nichts davon ist nötig, damit Daten fließen, komm also darauf zurück, wenn die Grundlagen laufen.

  • Redact visitor IP address im GA4-Tag entfernt die IP-Adresse aus dem Event. GA4 hat dann keine IP, aus der es den Standort ableiten kann, und geografische Berichte werden ungenauer.
  • Mit Event Parameters im GA4-Tag schließt du Parameter aus, die du nicht senden willst, und fügst Werte hinzu oder überschreibst sie, zum Beispiel um einen Parameter mit personenbezogenen Daten zu entfernen.
  • Transformations (im Menü des Server-Containers) wenden Regeln auf Event-Daten an, bevor Tags sie lesen. Exclude parameters entfernt Felder für die Tags, die du auswählst; Augment event fügt Felder hinzu oder ändert sie. Eine Transformation kann viele Tags abdecken, so bleibt die Datenminimierung an einer Stelle.

04 Optional: serververwaltete Cookies

Öffne den Client GA4 und sieh dir Cookies and Client Identification an. Es gibt zwei Modi:

  • JavaScript Managed: Das Google-Tag im Browser setzt das _ga-Cookie, und die Client-ID stammt daraus. Gegenüber einem normalen GA4-Setup ändert sich nichts.
  • Server Managed: Der Server setzt ein HTTP-only-Cookie FPID auf deiner Domain und nutzt es als Client-ID. Browser-Skripte können es nicht lesen. Safari und iOS-Browser begrenzen es trotzdem auf 7 Tage, wenn deine Tagging-Subdomain ein CNAME ist, wie bei SGTM.space. Dort hält es die Client-ID also nicht länger.

05 Veröffentlichen und prüfen

  1. 1 Klicke im Server-Container auf Preview. Tag Assistant öffnet sich auf deiner Subdomain.
  2. 2 Öffne in einem anderen Tab deine Website (oder die Preview ihres Web-Containers) und ruf ein paar Seiten auf.
  3. 3 Klicke in der Server-Preview links auf eine collect-Anfrage. Der Tab Request sollte zeigen, dass der Client GA4 sie übernommen hat.
  4. 4 Öffne das Event unter dieser Anfrage und prüfe den Tab Tags: Dein GA4-Tag steht unter Tags Fired.
  5. 5 Zurück im Tab Request zeigt die Liste Outgoing HTTP Requests from Server eine Anfrage an google-analytics.com mit Status 200 oder 204.
  6. 6 Klicke auf Submit und veröffentliche den Server-Container.

Öffne danach GA4 und prüfe Reports, dann Realtime. Für eine Detailansicht geh zu Admin, dann zu Data display und DebugView; Sitzungen, die aus der GTM Preview geöffnet werden, sind als Debug-Traffic markiert und erscheinen dort.

  • Der GA4-Client übernimmt die /g/collect-Anfragen.
  • Das GA4-Tag feuert mit dem Trigger Client Name equals GA4.
  • Die ausgehende Anfrage an Google liefert einen 2xx-Status (meist 200 oder 204).
  • Die Events erscheinen in GA4 Realtime oder DebugView.
  • Der Server-Container ist veröffentlicht, nicht nur in der Preview getestet.

Fehlt etwas, geht die Lektion zur Fehlersuche jeden Schritt dieses Wegs durch.

Häufige Fragen

Brauche ich für jedes GA4-Event ein eigenes Server-Tag?

Nein. Ein GA4-Tag mit dem Trigger Client Name equals GA4 leitet jedes Event weiter, das der Client übernimmt. Einzelne Events legst du im Web-Container an.

In der Preview funktioniert alles, aber GA4 zeigt keine Daten echter Besucher. Warum?

Wahrscheinlich ist der Server-Container nicht veröffentlicht. Die Preview betrifft nur deine eigene Sitzung; echter Traffic nutzt die zuletzt veröffentlichte Version.

Macht das Entfernen der IP-Adresse etwas kaputt?

Die Events kommen weiter an, aber GA4 kann daraus keinen Standort ableiten, sodass Länder- und Städteberichte ungenauer werden. Entscheide anhand deiner Datenschutzanforderungen.

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